Zum Inhalt

Produktions-Workflow

Diese Seite zeigt den aktuellen Musik-Produktionsworkflow für Night of the Meteor als Stufenmodell.

Sie ergänzt den Produktionsablauf: Der Ablauf erklärt Übergaben und Freigaben, diese Seite erklärt die eigentliche Musikproduktion von der ersten Idee bis zum finalen Master.

Reihenfolge der Stufen

Writing -> Preorchestration -> Sound design -> Mixing -> Mastering

1) Writing

Ziel: starke musikalische Ideen entwickeln (Themen, Motive, Harmonie, Rhythmus, dramaturgische Punkte).

Typische Tools: MuseScore, Sibelius, DAWs, Tracker und andere MIDI-fähige Tools.

Workflow-Passung (wichtig): - Eine Writing-Idee sollte an einen konkreten Ingame-Einsatz gekoppelt sein (z. B. Szene, Übergang, Animations-/Event-Moment, Zustandswechsel oder anderer Gameplay-Moment). - Sehr gute Standalone-Musik ohne klare Spielanbindung ist in der Produktion schwer priorisierbar und geht meist nicht direkt in die Orchestrierung. - Das ist eine Workflow-Priorität, kein hartes kreatives Verbot.

Freiheit für Arrangement/Orchestrierung: - Wenn Material angenommen wird, kann die Orchestrierung/Arrangement es so anpassen oder platzieren, wie es dem Spiel am besten dient.

Erwartetes Ergebnis für die nächste Stufe: - Strukturell klare Cue-Idee. - Möglichst editierbares Quellprojekt. - Importierbare MIDI-Datei.

2) Preorchestration / Orchestrierungs-Prototyp

Ziel: Writing in einen klar arrangierten Szenen-Prototyp überführen.

Grundregel: Klarheit vor Hochglanz.

Praktische Rahmenbedingungen: - Arrangement und Rollen klar beschriften. - Die aktuelle 16-Kanal-MIDI-Grenze einhalten.

Erwartetes Ergebnis für die nächste Stufe: - Szenentauglicher Prototyp mit klaren Part-Rollen. - MIDI (max. 16 Kanäle), vorbereitet für Sound-Design.

3) Sound Design

Ziel: die tatsächliche Klangidentität jedes Cues definieren.

Aktuelle Richtung: - Periodennahe Referenzen kombinieren (OPL-artige Farbe + MT-32-artige Tiefe). - Ergebnisse so ausarbeiten, dass sie ingame integrierbar sind.

Erwartetes Ergebnis für die nächste Stufe: - Fertiger Cue-Klang mit annähernd finaler interner Balance. - Exportierbare Assets (typisch WAV oder vereinbarte Zielformate).

4) Mixing

Ziel: Cues über den gesamten Soundtrack hinweg vereinheitlichen.

Wann: sobald Cues stabil genug sind und größere Umschreibungen unwahrscheinlich werden.

Erwartetes Ergebnis für die nächste Stufe: - Projektweite Pegel- und Klangkonsistenz. - Zusammenhängendes Soundtrack-Verhalten über Szenen hinweg.

5) Mastering

Ziel: finale Wiedergabe-Übersetzung und Release-Politur.

Erwartetes Ergebnis: - Finale Master, die auf verschiedenen Wiedergabesystemen gut übersetzen. - Konsistente Lautheit und Gesamtpräsentation für den Release.

Stufenübergreifende Prinzipien

  • Die nächste Stufe soll nicht raten müssen, was die vorherige gemeint hat.
  • Klare Benennung und Beschriftung sind Pflicht.
  • Timing, Struktur und dramaturgische Absicht sollen früh klar sein.
  • Unterschiedliche Tools sind okay, solange die Übergabe kompatibel bleibt.

Aktueller Stand (Snapshot)

  • Es gibt bereits eine große Basis aus Writing-/Demo-Material.
  • Der aktive Übergang läuft von Writing zu Preorchestration.
  • Sound-Design-Vorbereitung läuft.
  • Finale projektweite Mixing-/Mastering-Standards werden später definiert.

Verwandte Seiten